Museum für Fotografie

Das Museum für Fotografie, das im dritten Stock im Ostflügel des Schlosses untergebracht ist, wurde 2001 eingeweiht. Es entstand infolge von verschiedenen Initiativen, die den Erwerb, die Konservierung sowie die Neuordnung der Fotothek der Städtischen Museen beinhalteten.

Der Museumsrundgang vollzieht sich in drei Sälen, die unterschiedliche Themen behandeln: Das 19. Jahrhundert, Das Porträt, sowie Landschaften, Arbeitswelt, Alltag. Ausgestellt sind Originalfotos oder Abzüge von Fotoplatten oder von Originalnegativen ab Mitte des 19. Jh. bis Mitte des 20. Jh., die von Fotografen aus Udine oder aus anderen Städten angefertigt wurden.


Rundgang

Saal 1. 19. Jahrhundert

In diesem Saal wird die Tätigkeit von Fotografen aus dem Friaul und aus anderen Gebieten dokumentiert, die in ihren Aufnahmen aus der zweiten Hälfte des 19. Jh. die Stadt Udine mit ihren wichtigsten Denkmälern festgehalten haben.

Besonders sehenswert sind fünf Kalotypien, die vermutlich aus der Zeit von 1853-54 bis 1857 stammen und von Graf Augusto Agricola (1819-1857) auf Zitratpapier gedruckt wurden, sowie der Originalabzug der Piazza Libertà auf Albuminpapier aus dem Jahr 1856. Schlichtweg spektakulär ist der Originaldruck auf Salzpapier den der gebürtige venezianische, doch seit 1859 in Udine wirkende Fotograf Francesco Bonaldi im Jahr 1860 anfertigte. Zu sehen ist eine fünfteilige Folge von Panoramaansichten des Schlosses.

Saal 1. - 19. Jahrhundert

Rundgang

Saal 2. Das Porträt

Neben fotografischen Geräten und Zubehör aus jener Zeit fällen im Saal zwei Großaufnahmen von damaligen Fotostudios auf, von denen das eine vom Anfang des 20. Jh. Luigi Pignat (1864-1915) und das andere aus dem Jahr 1930 Silvio Maria Buiatti (1890-1982) gehörte.

Der Saal ist der Porträtfotografie gewidmet, die meisten der ausgestellten Fotos stammen von den beiden Udineser Fotografen, die auf Porträtaufnahmen im Fotostudio spezialisiert waren. Überdies ist eine kleine Sammlung an Originalfotos im Visitenkarten-Format zu sehen sowie ein Familienalbum mit Fotos von Kindern, Jugendlichen, Frauen und Gruppenaufnahmen von Familien.

Saal 2. - Das Portrait

Rundgang

Saal 3. Landschaft, Arbeit und soziales Leben

Der letzte Saal des Museums präsentiert Fotos aus dem 20. Jh., die aus dem Fotostudio Pignat, von Silvio Maria Buiatti und Attilio Brisighelli (1880-1966) stammen und die friaulische Landschaft von verschiedenen Standpunkten aus zeigen.

Es sind Bilder von der Stadt, vom Meer, von den Bergen, die das Friaul in wunderschönen Schwarz-Weiss-Aufnahmen festhalten. Mit Hilfe weiterer Aufnahmen dieser Fotografen erhalten wir Einsicht in die friaulische Arbeitswelt jener Zeit: Bilder von den Fabriken in der Stadt, vom Handwerk, bis hin zu den typisch weiblichen Tätigkeiten, die es heute nicht mehr gibt.

Der letzte, sehr heterogene Teilbereich des Saales ist der Gesellschaft und den sozialen Aspekten gewidmet. Wir sehen Aufnahmen von Alltagssituationen und von besonderen Anlässen, die das Friaul in der ersten Hälfte des 20. Jh. kennzeichneten.

Saal 3. - Landschaft, Arbeit und soziales Leben