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BESA. Un codice d’onore

30. Januar-März 8, 2015. Im Rahmen des Gedenktages 2015

Die von Istoreco - dem Historischen Institut der Region Emilia-Romagna - kuratierte Ausstellung beinhaltete die Fotos von Norman H. Gershman und wurde vom Yad Vashem in Jerusalem gestaltet. Das Yad Vashem ist die Internationale Holocaust Gedenkstätte; als lebendiges Denkmal des jüdischen Volkes für die Shoah bewahrt das Yad Vashem die Erinnerung an die Vergangenheit und vermittelt ihre Bedeutung an kommende Generationen. Unter anderem gehören zu den Aufgaben auch die Ernennung der Gerechten unter den Völkern, d. h. nichtjüdische Männer und Frauen, die während des Krieges Juden retteten. Unter ihnen befinden sich, bis zum heutigen Tag, auch 69 Albaner.

Im Mittelpunkt der Ausstellung stand die faszinierende, doch wenig bekannte Geschichte von vielen muslimischen Albanern, die während des Krieges jüdischen Menschen, die nach Albanien geflüchtet waren oder dort lebten und von den Nationalsozialisten verfolgt wurden, das Leben retteten. Eine sehr starke moralische Verpflichtung bildete die Grundlage für ihr Verhalten sowie ein Ehrenkodex, der heute noch als einer der höchsten in Albanien gilt. Besa bedeutet wörtlich “ein Versprechen halten”: derjenige, der gemäß Besa handelt, ist ein Mensch, der sein Wort hält, jemand, dem man sein Leben und das seiner Liebsten anvertrauen kann. Albanien, ein europäisches Land mit vorwiegend muslimischer Bevölkerung, behauptete sich dort, wo andere europäische Länder völlig versagten. Mit Ausnahme einer einzigen Familie überlebten alle Juden, die sich während der deutschen Besetzung in Albanien befanden – und zwar sowohl diejenigen, die aus anderen Ländern dorthin geflüchtet waren als auch die, die schon dort wohnten. Am Ende des Krieges gab es in Albanien mehr Juden als vor dem Ausbruch des Konfliktes.

Istoreco hat Besa nach Italien gebracht, um den Dialog zu fördern und diese außergewöhnlichen, riskanten Beispiele der Solidarität ins Gedächtnis zu rufen. Die Ersteröffnung in Italien fand Anfang 2013 in Reggio Emilia statt und zwar an zwei symbolischen Standorten. Zuerst wurde Besa in der alten Synagoge der Stadt gezeigt, dann im Innern einer Moschee von Reggio Emilia, so dass beide Gemeinschaften stark in das Projekt involviert waren.

Die Ausstellung fand im Rahmen des Gedenktages an den Holocaust statt.

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