Illustration aus papier

Krippenszenen aus Papier, Illustrationen, Objekte, Dekorationen, Erzählungen aus der Sammlung “Ida Sello” aus Udine

Friaulische Museum für Volkskunde

vom 6. Dezember bis zum 22. Januar 2017

Seit seinem Bestehen hat das Friaulische Museum für Volkskunde zu Weihnachten eine thematische Ausstellung präsentiert.
Für 2016 ist eine Sammlung von Materialien und Objekten vorgesehen, die das Weihnachtsfest religiös als auch weltlich präsentieren. Die Exponate stammen aus der Kollektion von Ida Sello aus Udine, die in ihrer Wohnstätte und einstigen Möbelfabrik ihrer Brüder, bis in die 1960er Jahre eine Vertretung für neukonzipiertes didaktisches Material für Kindergärten betrieb.

Die Tradition der auf Papier gedruckten Krippenszenen reicht bis ins späte 17. Jh. zurück; die vorgezeichneten Figuren mussten bunt ausgemalt und dann ausgeschnitten werden. Zu den ältesten Druckereien in Italien zählen Soliani und Remondini, später kamen dann Betriebe aus Deutschland, Frankreich und Italien hinzu, die mit neuen Druckverfahren, vor allem mit der Chromolithografie, bedeutende Farbeffekte erzielten. Den Eindruck einer echten Aufführung erreichte man durch den Einsatz von Dioramen oder Krippentheatern, die mit speziellen Vorrichtungen wie Kulissen, kleinen Türen und farbigem Hintergrundpapier ausgestattet waren und eine ganz eigene Atmosphäre sowie ein Gefühl der Tiefe schufen. Illustrierte Bögen, die Dekorationen in unterschiedlichsten Formen und Farben ermöglichten, waren für die Druckereien ein sicherer Verkaufsartikel, der kaum aus der Mode kam und somit immer in den Katalogen der Anbieter geführt wurde. Die Objekte waren als Geschenk für Kinder gedacht, da es sich um Artikel handelte, die zusammen mit den Erwachsenen hergestellt werden konnten und die Jahr für Jahr den Zauber des Großen Festes verströmten.

Ausstellung COME UN RACCONTO. Italienische Biennale des Künstlerbuches

Im Friaulischen Museum für Volkskunde findet vom 5. November bis 4. Dezember 2016 die dritte italienische Biennale des Künstlerbuches mit dem Titel “Come un racconto” (Wie eine Erzählung) statt. Die vom DARS kuratierte Ausstellung macht es sich zum Ziel, das Schaffen von jungen Künstlern in den Fokus zu rücken, die das Druckwerk Buch zum “Kunstgegenstand” stilisieren. Hier soll das Buch nicht nur die Freiheit des Künstlers widerspiegeln, sondern auch seine “Erzählkunst”, die er mit den ihm eigenen kreativen Mitteln (Material, Farbe, Form) zum Ausdruck bringt. Über den persönlichen Blick und die Interpretation des Künstlers erhalten wir Einblick in die Geschichte und Kultur. 

In der Ausstellung finden wir ausgesuchte Exponate, die von einer renommierten Jury unter den zahlreichen eingereichten Kunstobjekten ausgewählt wurden. An der vorausgegangenen Ausschreibung des Wettbewerbs für Künstler von 18 bis 35 Jahre “Come un racconto” beteiligten sich zahlreiche Künstler aus ganz Italien, die ihre Werke beim DARS einreichten. 

Workshops

Die Ausstellung wird durch zahlreiche andere Events begleitet. Darunter auch die Veranstaltung im Friaulischen Museum für Volkskunde: 

Am Sonntag, den 13. November, am Sonntag, den 20. November sowie am Sonntag den 27. November finden von 10.30 – 14.30 Uhr, Workshops zum Buch statt (nach Voranmeldung). Die Workshops werden geleitet von Federico Santini, Eva Seminara mit Martina Paderni und Sandra Cisterna. 

30 maggio 2016 – 31 marzo 2017

Dal 30 maggio e per un anno il Museo Etnografico Friulano si arricchisce di un nuovo allestimento, all’interno della sala dedicata alla “tradizione friulana del mobile”. Un allestimento speciale a rotazione con lo scopo di illustrare, attraverso i mobili antichi, gli usi e i costumi del tempo. Il tema scelto per quest’anno è quello della nascita, tramite l’oggetto simbolico della culla.

L’esposizione attuale presenta una serie di culle fra passato e tempi non lontani che evidenziano una costante attenzione per la realizzazione di questo elemento.

Weiterlesen: La Culla, simbolo di nascita

27 Mai-Oktober 11, 2015

Im Jahr der Expo Milano 2015, die dem Thema "Ernährung des Planeten, Energie des Lebens" gewidmet war, hat das Friaulische Museum für Naturkunde (Museo Friulano di Storia Naturale) in Zusammenarbeit mit dem Museum für Volkskunde (Museo Etnografico) eine Ausstellung präsentiert, die ein äußerst wichtiges Nahrungsmittel in den Fokus rückte: Getreide, insbesondere Weizen.

Die Wahl fiel nicht zufällig auf den Weizen, denn diese Getreidesorte hat einen enormen Einfluss auf die Geschichte des Menschen und die Geschichte der Landschaft ausgeübt. Auch für die Gerste trifft dies ebenso zu, etwas weniger für Hafer und Roggen. Es geht hier um eine Kulturpflanze, die vor etwa zehntausend Jahren im Nahen Osten den Weg zur Entwicklung der Landwirtschaft in der gesamten westlichen Welt geebnet hat. Die tiefgreifenden landschaftlichen Veränderungen, die Entstehung von Dörfern und später von Städten, der Anstieg der Komplexität in unseren Gesellschaften sind alle auf die Entwicklung der Landwirtschaft zurückzuführen. In diesem Kontext spricht man vom “neolithischen Paket, zu dem Hart- und/oder Weichweizen, Emmer, Dinkel und Gerste gehören.

il grano locandina

Bis vor kurzem war Weizen auch in Friaul Julisch Venetien die am meisten verbreitete Kuturpflanze, dann wurde sie von anderen Getreidearten – an erster Stelle Mais – ersetzt, die heute die ländlichen Gegenden kennzeichnen. Der heutige Getreideanbau entspricht eher wirtschaftlichen Interessen als den Ernährungsbedürfnissen der Bevölkerung. Die Auswirkungen auf die Natur, die Umwelt und die Biodiversität waren und sind nicht unerheblich, außerdem beeinflussen sie auch die Essgewohnheiten und den Lebensstil in bedeutsamer Weise.

Die Ausstellung, die die Geschichte des Getreides vom botanischen Standpunkt aus untersucht hat, befasste sich auch mit den Auswirkungen auf die Natur, die Umwelt und auf unsere Kultur. Sie wollte Impulse geben zum besseren Verständnis der Thematik hinsichtlich der Nutzung der Landschaft, der Nachhaltigkeit unseres Lebensstils und des erneuten Anbaus traditioneller Kulturpflanzen und der damit einhergehenden Veränderungen.

Dezember 19, 2014-April 12, 2015

Zum ersten Mal wurden in einer Ausstellung die faszinierenden und komplexen Werke der Eisenschmiedekunst für die Öffentlichkeit zugänglich. Die Arbeiten von Alberto Calligaris, einem grandiosen Meister der Schmiedekunst und zugleich genialer Zeichner von Objekten, die der angewandten friaulischen Kunst des frühen 20. Jh. zuzuschreiben sind, bildeten die Grundlage der Ausstellung. Seine Entwürfe und Projekte, die zwischen 1908 und den frühen 30er Jahre entstanden, beschreiben den kreativen Werdegang ausgehend von den vielfältigen ausdrucksstarken Formen des Jugendstils bis hin zu den renaissanceähnlichen Elementen, die typisch sind für den italienischen Art déco. Das Korpus von 250 Zeichnungen, das zum Archiv Calligaris gehört, ist von großem kulturellen Wert. In der Ausstellung waren auf Transparentpapier angefertigte Tuschezeichnungen und Bleistiftskizzen auf Papier zu sehen; einige waren aquarelliert, wieder andere waren durch Heliografie oder im Blaudruckverfahren entstanden. Faszinierend in der Grafik belegten sie das zeichnerische Können und die sichere Hand des berühmten Eisenschmiedemeisters, der das Ziel vom Entwurf bis zur Gestaltung des eisernen Objektes fest vor Augen hatte.

Dank der stilistischen Bravour bei der Anfertigung der Skizze bis hin zur gut ausgestatteten, bestens funktionierenden Werkstatt konnte Calligaris prestigeträchtige und anspruchsvolle öffentliche und private Aufträge annehmen. Er arbeitete mit großen Künstlern seiner Zeit zusammen. Zur Ausstellung gehörte eine umfangreiche Fotosammlung.

calligaris locandina