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Neorealismo, Astrazione e oltre.

3 Juli-20. September 2015

Die von Fabio Belloni und Vania Gransinigh kuratierte Ausstellung umfasste eine umfangreiche Gruppe von Werken aus den städtischen Sammlungen. Im Mittelpunkt standen die Veränderungen und die Entwicklung der italienischen Malerei nach dem Zweiten Weltkrieg bis zum Ende des 20. Jh. Ausgestellt wurden Bilder, die in verschiedenen Augenblicken und in unterschiedlicher Weise in den Besitz des Museums Casa Cavazzini gelangt waren. In Friaul war es der erst kürzlich verstorbene Künstler Giuseppe Zigaina, der den Neorealismus am stärksten verkörperte: sein Gemälde Assemblea di braccianti sul Cormor, das 1952 auf der Biennale in Venedig ausgestellt wurde, ist sicher das Vorzeigewerk dieser Strömung. Zigaina, dem unumstrittenen Protagonisten dieser Kunstepoche, ist der zentrale Teil der Austellung gewidmet. Eine Hommage dieser Art ist mehr als berechtigt, da es sich um einen unserer repräsentativsten Künstler handelt und um einen Maler, der den Wandel in der italienischen Malerei des späten 20. Jh. am besten zu interpretieren wusste.

neorealismo invito

Neben dem Neorealismus gab es abstrakt-konkrete Tendenzen, die an die abstrakte Kunst der 30er Jahre anknüpfte und sich bar jeder naturalistischen Anhaftung und jeglicher Darstellungsform in eine ganz andere Richtung bewegten. Malerei war somit eine Produktion von Formen, Linien und Farben, die gemäß der persönlichen Kreativität des Künstlers - und losgelöst von jeder natürlichen Realität - ausgewählt und miteinander kombiniert wurden. In diesem Kontext entstanden der Spazialismus von Lucio Fontana, der die traditionelle Zweidimensionalität des Bildes in Frage stellte, der Nuklearismus und vor allem die unterschiedlichen Ausprägungen der Informellen Kunst mit ihrer zeichnerisch-gestischen und materiellen Komponente. Die Werke von Emilio Scanavino, Emilio Vedova, Giuseppe Santomaso und Afro Basaldella, die auch in der Ausstellung zu sehen waren, bezeugten nur einige der am stärksten ausgeprägten Tendenzen, die auch viele lokale Künstler beeinflussten. Der letzte Abschnitt der Ausstellung war zur Gänze dem Maler Nilo Cabai (Udine, 1931) gewidmet, dessen großzügige und altruistische Schenkungen an das Museum, die Möglichkeit gaben, seinen gesamten künstlerischen Werdegang anhand der Sammlungen nachzuvollziehen. Seine Werke reichen von Mitte des letzten Jahrhunderts bis in unsere heutige Zeit.

Ein ort des erlebens

Funktional, vielseitig und reich an Geschichte: die CIVICI MUSEI DI UDINE sind der ideale Ort für besondere Veranstaltungen wie Konferenzen, Tagungen, Previews.

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