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Mattotti. Primi lavori

25. Februar - 4. Juni 2017

Casa Cavazzini

Alles kann erzählt werden. Auch die Geschehnisse einer kleinen italienischen Provinz. Das ist auch die Absicht des jungen Lorenzo Mattotti, der seine ersten Bildungsjahre in Udine verbrachte. Davon zeugt die jetzige Ausstellung mit dem Titel MATTOTTI. Primi lavori. Sie ist die Fortsetzung der erfolgreichen Ausstellung MATTOTTI. Sconfini, die bis 19. März 2017 in der Villa Manin zu sehen ist. Ein Besuch der neuen Ausstellung, die vom 25. Februar bis 4. Juni 2017 in der Casa Cavazzini – dem Museum für moderne und zeitgenössische Kunst – in Udine stattfindet, bildet die grundlegende Voraussetzung, um die Werke von Lorenzo Mattotti verstehen zu können, die gegenwärtig in der Villa Manin zu sehen sind. Dieser Meinung sind die Ideatorin und Kuratorin Giovanna Durì sowie die Ko-Kuratorin Vania Gransinigh, die auch Museumskonservatorin von Casa Cavazzini ist.

Die Ausstellung in Udine bietet einen Überblick über die Anfangswerke von Mattotti. Wir sehen, wie ein junger Illustrator enthusiastisch seinen Blick richtet auf die Dinge, die ihn umgeben, sie sodann erfasst und beschreibt – all dies mit einem ironischen Beigeschmack: die Konzerte, die sein Interesse für Musik zeigen; die gesellschaftlichen Ereignisse, an denen der Künstler teilnahm, aber auch die Außenseiter der Gesellschaft und die Geisteskrankheit werden thematisiert. Udine, die Kleinstadt in der Provinz, war für Mattotti genauso bedeutsam wie eine Metropole, denn auch hier konnte er wichtige Lebenserfahrungen sammeln, die ihn als Menschen und Künstler formten.

Wir stehen vor den Werken eines jungen Künstlers, der auf der Suche nach einem eigenen Stil ist. Ihn faszinieren Menschen, Charaktere und Situationen, die sich oft am Rande der Gesellschaft befinden, die etwas Besonderes darstellen und derart interessant sind, um in Comics mitgeteilt zu werden. Sein essentieller, evokatorischer Stil widmet sich den unüblichen, nicht “offiziellen” Dingen. Sein Blick und seine Bildsprache verweisen auf einen beinah staatenlos anmutenden Künstler (mit Udineser Ausbildung), der es gewohnt ist, sich an verschiedenen Orten aufzuhalten und niederzulassen, der die unterschiedlichsten Menschen trifft und kennenlernt, und dies in seiner Kunst zum Ausdruck bringt.

Ein Beispiel dafür ist das erste Buch von Lorenzo Mattotti mit dem Titel Alice Brum Brum, das 1977 erschien und nun anlässlich der Udineser Ausstellung mit dem vom Künstler damals zusammen mit dem Autor Jerry Kramsky gewählten Titel La realtà è strabica in Kleinauflage veröffentlicht wird. Erst später wurde der Titel vom ersten Verleger (Ottaviano Editore) geändert.

Die für die Udineser Ausstellung ausgewählten Arbeiten beinhalten auch einige Tafeln aus Alice Brum Brum/La realtà è strabica, zudem zahlreiche Zeichnungen, auch im Kleinstformat. Zu sehen sind die Werke in der Casa Cavazzini, in einem ganz besonderen, besucherfreundlichen Museum. Hier kann sich der Besucher bestens auf die Bildsprache von Lorenzo Mattotti konzentrieren.

Die Ausstellung MATTOTTI. Primi lavori wurde von der Stadt Udine und dem regionalen Kulturamt ERPAC organisiert und ausgerichtet.

Regione Friuli Venezia Giulia
Villa Manin

 

Technische Sponsoren:

Assi Udine
Fabriano
Fedrigoni
 
Filacorda
Moroso

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